Hofgeschichte des Beck’schen Fachwerkhauses

Im Jahre 1766 entstand der heutige Hof. Das Wohnhaus mit dem Stall und der Scheune wurde neu gebaut. Zum Aufbau des Stalles kamen damals die Maurer aus dem Böhmischen herüber; deshalb heißt dessen Bauform auch „Böhmisches Gewölbe“.

Die Dorfform des damals gegründeten Ortes Sinatengrün ist historisch. Sie nennt sich „Rundreihendorf mit Radialwaldhufenflur“.

Im Jahre 1840 wurde der Hof verkauft. Anlässlich des Kaufes ließ der neue Eigentümer den heute noch vorhandenen Wassertrog im Hof anfertigen. Auf dem Trog steht sowohl die Jahreszahl als auch die Initialen. Damals war im Übrigen der Lohn des Steinmetzes für das Anfertigen eines solchen Troges so viel Roggen, wie in den fertigen Trog hineinpasste.

Familie Beck übernahm den Hof im Jahr 1898. Bewirtschaftet wurde das Anwesen bis zum Jahr 1966. Während dieser Zeit kaufte der Familienvater rund 1 Hektar Wiese und 1 Hektar Feld und vergrößerte das Grundstück. Bereits 1950 wurde das heute noch vorhandene Dieselroß erworben. 1960 wurde das neue Wirtschaftsgebäude errichtet.

Im Oktober 1975 übernahm Karl-Willi Beck den Hof von seiner Mutter. Zunächst die Gebäude und den Weiher sowie nach Ihrem Tod alle noch zum Hof gehörenden Ländereien.

Karl-Willi Beck heiratete im November 1973 Ingrid Beck geb. Rogler aus Rauschensteig mit der er zusammen mit den Großeltern Willi Beck und Anna Beck die verbliebene Landwirtschaft wieder reaktivierte und dann von 1980 bis 1990 den gesamten Bauernhof sukzessive zu einem Ferienhof mit heute 9 Ferienwohnungen ausbaute.

Im März 2002 wurde Karl-Willi Beck zum Ersten Bürgermeister der Festspielstadt Wunsiedel gewählt, seitdem wird sowohl die Landwirtschaft, als auch der Ferienhof von Ingrid Beck geführt.